Kinetisches Taping

 

Der Begriff „Kinetisches Taping“ leitet sich zum einen ab vom griechischen Wort „Kinesis“ fĂŒr Bewegung und zum anderen vom englischen Wort „tape“ fĂŒr Band. Bewegung ist also eine Voraussetzung fĂŒr die Wirkung eines Tapes.

Der japanische Chirotherapeut Kenzo Kase suchte in den 1970er Jahren nach neuen Methoden, um muskulÀre Probleme sanft behandeln zu können. Aufgrund seines Wissens von der Wirkung der Hautbewegung auf die Rezeptoren in der Haut entwickelte er spezielle dehnbare Klebestreifen und veröffentlichte 1980 seine Form der Schmerzbehandlung.

Indikationen:

  • Schmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Schwellungen und Ödeme
  • Narben
  • Vorbeugung
  • TrainingsunterstĂŒtzung

 

Kontraindikationen:

  • Frische Hautverletzungen
  • Hauterkrankungen (aktive Neurodermitis, Psoriasis)
  • Allergie auf Acrylkleber
  • Gerinnungsstörungen
  • Rupturen von BĂ€ndern, Muskeln oder Sehnen

 

Wirkungsweise:

1.) Durch das Tape wird die Haut und Teile des Gewebes angehoben und Raum geschaffen. Die Durchblutung wird gesteigert, Ödeme können besser abtransportiert werden, der Druck im Gewebe wird verringert, der Schmerz gelindert.

2.) Auf ExtremitĂ€ten wird durch das Tape ein Widerlager fĂŒr die Muskelpumpe erzeugt. Dadurch wird die Blut- und Lymphzirkulation verbessert.

3.) Beklebte Haut verhÀlt sich anders als unbeklebte Haut. Aufgrund des Tapes kann die Haut dem darunter liegenden Gewebe nicht so folgen wie ohne Tape. Dadurch entstehen dynamische Verschiebungen zwischen Haut und Gewebe, wodurch Blockierungen und Verklebungen gelöst werden können.

Die Materialkosten fĂŒr ein Tape liegen zwischen 10 und 25 Euro, je nach LĂ€nge des Tapes. Hinzu kommt die Zeit fĂŒr die Beratung und das Anlegen des Tapes.